Beitragsentwicklung in der GKV

Beitragsentwicklung in der GKV

Moderate Beitragsentwickllung für viele gesetzlich Versicherte

Beiträge entwickeln sich nicht einheitlich 

Häufig wird die Beitragsentwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sehr durchschnittlich betrachtet. Angeblich 3,3% durchschnittliche Beitragssteigerung pro Jahr seit 2011.

Dabei muss man hier unterscheiden zwischen jenen, die oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdienen.

Beiträge bleiben zum Jahreswechsel auf gleichem Niveau

Freiwillig gesetzlich Versicherte oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze: Da die Beitragsbemessungsgrenze in den vergangenen Jahren jährlich erhöht wurde (mit Ausnahme der Jahre 2007 und dem kommenden Jahr, wo die Beitragsbemessungsgrenze auf dem Vorjahresniveau verbleiben), und sich über die Zeit auch der Beitragssatz etwas erhöht hat, ergibt sich für diejenigen, die jeweils oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdienten, eine höhere Beitragssteigerung (durch Anhebung der Bemessungsgröße und des Beitragssatzes).

Pflichtversicherte und freiwillig gesetzlich Versicherte unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze: Pflichtversicherte Arbeitnehmer und Rentner hatten hingegen nur geringe Beitragssteigerungen zu verzeichnen. Denn die nahezu jährliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze wirkt sich für diese nicht aus. Lediglich die Veränderungen beim Beitragssatz spielen hier eine Rolle. Insofern fällt die Beitragsentwicklung hier sehr viel geringer aus.

Für viele sind GKV-Beiträge nur moderat gestiegen

In den vergangenen zwanzig Jahren wurde die Beitragsbemessungsgrenze um insgesamt rund 60% angehoben, der Beitragssatz insgesamt um rund 11%.

Wer also unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze unverändert verdient hatte, für den stieg der Beitrag zur Krankenversicherung also deutlich geringer. 

Gut verdienende gesetzlich Versicherte zahlen in kommenden Jahr den gleichen Beitrag wie in diesen Jahr (2021). Vorausgesetzt, der Zusatzbeitrag in ihrer Krankenkasse bleibt unverändert. Das gab es so in den vergangenen Jahrzehnten nicht. Ausnahmsweise bleibt der Höchsbeitrag in der GKV also unverändert. Wer unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze (58.050 Euro pro Jahr) verdient, für den bleibt der Beitrag ebenfalls unverändert, wenn sich seine Einkünfte nicht erhöhen.

 

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